Fr. 8.11.19: Erzählnacht "Wir haben auch Rechte"

 15 Jahre Erzählnacht in der Bibliothek Therwil


Vor 30 Jahren wurde die Konvention über die Rechte des Kindes von den Vereinten Nationen beschlossen. Aufgrund dessen war das Thema der diesjährigen Erzählnacht «Wir haben auch Rechte» gut gewählt. Über 40

leuchtende Kinderaugen kamen am letzten Freitagabend zu uns in die Bibliothek. Nach einem lustigen Kasperlitheater von Irène Unfer und einem Postenlauf mit viel Spiel und Spass durften alle das wunderbare Essensbuffet geniessen. Das Vorlesen einer Geschichte und das Malen fantasiereicher Zeichnungen (ausgestellt

in der Bibliothek) rundeten den Abend ab. Die Kinder wurden um 22.30 Uhr glücklich - aber müde - von ihren Eltern abgeholt. Wir danken an dieser Stelle allen Kindern für ihr Kommen, allen Eltern für die tollen Essensspenden und allen Helfern, ohne die ein solcher Abend nicht möglich wäre.

Nun freuen wir uns schon heute auf die Erzählnacht 2020!

 


So. 27.10.2019: Lesefeen/Lesekerle "Ulix, der Blindenführhund"

Für einmal war in unserer Reihe «Lesefeen und Lesekerle» der Held aus dem Alltag nicht ein Mann oder eine Frau, nein dieses Mal war es Ulix – ein knapp zweijähriger Blindenführhund.

 

29 Kinder und 14 Mütter und Väter waren am vergangenen Sonntagvormittag in die Bibliothek gekommen, um von Roland Stadler, Trainer an der Blindenhundeschule Allschwil, zu erfahren, was es alles braucht, bis ein Hund als Blindenführhund eingesetzt werden kann.

 

Roland Stadler war schon als Kind ein Hundenarr. Zufälligerweise fiel ihm als Jugendlicher das Buch „Der Blindenhund“ in die Hände. Er nahm all seinen Mut zusammen und rief den Autor an, da er gerne mit Blindenführhunden (dies ist die korrekte Bezeichnung!) arbeiten wolle. Der Bescheid war nicht sehr ermutigend: Erst als tertiäre Ausbildung könne er Blindenführhund-Trainer werden. So ist er zunächst Landschaftsgärtner geworden, anschliessend Tierpfleger und erst dann konnte er die dreijährige Ausbildung an der Schweiz. Schule für Blindenführhunde in Allschwil antreten.

 

Anhand eines Films bekamen die Kinder einen Eindruck von der sechs- bis neunmonatigen Ausbildung, die ein Labrador Retriever absolvieren muss, bis er einer blinden Person als Führhund übergeben werden kann. Die sogenannten Hörzeichen werden dem Hund nicht etwa auf deutsch, sondern auf italienisch gegeben, weil dies eine sehr klangvolle Sprache ist. Nach beendeter Ausbildung muss der Hund eine Prüfung bestehen, bevor er dann in einer vierzehntägigen Einführungszeit mit der blinden Person vertraut gemacht wird – und umgekehrt. Denn blinde Person und Führhund müssen ein sich buchstäblich „blind“ verstehendes Team sein.

 

Mit dem Vorlesen einer kleinen Geschichte rund um einen Blindenführhund und einem interessanten Wettbewerb ging dieser lehrreiche Vormittag (viel zu schnell) zu Ende.

 

 

Theo Kim (Gönnerverein Verein Gemeinde- und Schulbibliothek Therwil)


Lesung mit Arno Camenisch vom 23.10.19

„Nach 33 Jahren ist Herr Anselm – die treue Seele auf dem „Schiff“, wie er seine Schule nennt – auf der Ehrenrunde. Die Schule in einem kleinen Dorf in den Bündner Bergen soll geschlossen werden...“

Gebannt, manchmal mucksmäuschenstill, manchmal schmunzelnd oder lachend folgt die illustre Zuhörerschaft von über 70 Interessierten der Lesung von Arno Camenisch aus seinem neusten Roman „Herr Anselm“.

 

Die Gemeinde- und Schulbibliothek hat den Künstler für seine Darbietung nach Therwil eingeladen.

Arno Camenisch spielt mit der Gefühlslage seiner Zuhörerinnen und Zuhörer und nimmt diese gekonnt mit in die Bündner Berge, in das kleine Tal. Seine Freude am Vorlesen und an der Geschichte überträgt sich wie von selbst auf das Publikum, welches diese Leichtigkeit und diese Fröhlichkeit, gepaart mit Wehmut und Melancholie wieder zurück zum Dichter spiegelt.

Viel zu schnell sind die eineinviertel Stunden der Vorlesung vorbei. Sie machen Lust auf das Buch, Lust, nochmals in die Welt des Herrn Anselm einzusteigen, nochmals die enge und stille, ländliche Bergwelt zu erahnen. Mit einem kräftigen Applaus wird Arno Camenisch darauf vom Publikum und dem Bibliotheksteam wieder verabschiedet.

 

 

Pit Seelig (Präsident Verein Gemeinde- und Schulbibliothek Therwil)


10. Mai 2019: Schreiber vs. Schneider: "Mein Leben als Paar"

Auszug aus dem Bibo-Bericht von Georges Küng vom 9.5.19:

"...Das öffentlichste Ehepaar der Schweiz! Sie provozieren, witzeln und improvisieren lustvoll drauflos». So lautet eine der vielen Kritiken. Denn «Schreiber vs. Schneider» sind vieles – vor allem aber sind sie das erfolgreichste Kolumnisten-Paar der Schweiz und lesen rasant aus ihrem ganz normalen Beziehungsalltag, den sie oft selber als «Wahnsinn» bezeichnen. Die Schweizer Illustrierte bezeichnet sie als «Die Seismographen der Alltagsbeben» – kaum jemand, der den Schweizer Alltag so treffend, so witzig und doch mit derart viel Tiefgang beschreiben kann. Schreiber vs. Schneider beherrschen die hohe Kunst, über sich selbst lachen zu können.

Wir sind sicher, dass morgen Abend die Aula im Känelmatt 1 proppenvoll sein wird – und Sie werden garantiert während 75 Minuten mitlachen!..." 

 

Und genauso war es dann auch: die Aula war bis auf den letzten Platz besetzt, das Publikum hat sich köstlich amüsiert und Sybil Schneider und Steven Schneider hatten die Zuschauerinnen und Zuschauer schon von der ersten Minute an "im Sack". Sie boten 75 Minuten beste Unterhaltung und die Eine oder der Andere hat sich wohl wiedererkannt im geschilderten alltäglichen "Beziehungs-Wahnsinn".

 

Ein rundum gelungener und unvergesslicher Abend mit zwei authentischen, sehr sympathischen und unkomplizierten Künstlern! Vielen Dank an alle, die im Hintergrund mitgewirkt haben, an Sybil Schreiber und Steven Schneider und an alle Besucherinnen und Besucher! 


29. März 2019: Manga-Workshop mit Simone Xie

Mangas lesen - Mangas zeichnen!

Erster Manga-Workshop in der Bibliothek Therwil

 

Am diesem Freitagabend hatten 20 Jugendliche die Gelegenheit, in die Welt des Manga-Zeichnens einzutauchen. "Manga" ist der japanische Begriff für "Comic"; die typischen Manga-Stilelemente sind der grosse Kopf, die riesigen Augen und die sehr klein dargestellte Nase.

 

Die Schweizer Mangaka (=Mangazeichnerin) Simone Xie zeigte den 13 Teilnehmerinnen und 7 Teilnehmern, wie man Mangafiguren entwickelt und aufs Papier bringt. Sie zeichnete Schritt für Schritt am Flipchart ein weibliches (Shōnen) und ein männliches (Shōjo) Gesicht und gab Tipps und Hilfestellungen. Die Zeichnerinnen und Zeichner hörten aufmerksam zu, schauten genau hin und brachten konzentriert ihre Figuren zu Papier. Das Resultat nach zwei Stunden: schöne Zeichnungen, zufriedene Gesichter und jede Menge Radier- und Spitzer-Spuren. Es war ein toller Abend und bestimmt werden in der nächsten Zeit wieder vermehrt Mangas über die Bibliotheks-Theke "gehen"!

 

Vielen Dank allen, die teilgenommen haben und natürlich der Kursleiterin Frau Simone Xie (http://mxiecontact.wixsite.com/simonexieofficial, facebook.com/simonexieofficial, http://instagram.com/lurielofficial) 


24. Februar 2019: Lesekerle/Lesefeen "Ready for Take-Off!"

24. Januar 2019: Tatort Bibliothek